2 Click Like: Warum wir uns für die sichere Variante entschieden haben

Geschrieben von | · · · | Digital | 18 Kommentare zu 2 Click Like: Warum wir uns für die sichere Variante entschieden haben

Der oder dem Ein oder Anderen mag es vielleicht zufällig schon aufgefallen sein: Seit Samstag haben wir nun endlich auch die heißersehnten Facebook-Like und Google’s +1 Buttons hier im Blog eingebaut. Bisher sträubten wir uns nämlich gar nicht nur aus der Faulheit, sondern vor allem wegen datenschutzrechtlicher Bedenken dagegen.

Zwar waren wir auch intern geteilter Meinungen dazu, da es schließlich schon ziemlich normal ist, diese Buttons überall zu finden und somit ein Blog mehr oder weniger den Kohl sprichtwörtlich auch nicht mehr fett machen würde, doch da es dank der Open-Source Lösung von Heise nun auch noch ein ganz einfach integrierbares WordPress Plugin von H.-Peter Pfeufer gibt (vielen Dank an dieser Stelle!), ist es nun sehr bequem möglich, dem Datenschutz ohne großen Aufwand einigermaßen Genüge zu tun.

Wem persönlich es übrigens total egal ist, ob Facebook ab Oktober im neuen „Timeline“-Profil standardmäßig jede auch nur gelesene, und gar nicht unbedingt empfohlene Seite anzeigt, der hat auch hier bei der 2-Klick-Variante die Möglichkeit, die Buttons dauerhaft sichtbar zu halten: Einfach mit der Maus über das Zahnrad gehen und Häkchen nach belieben verteilen, dann wird diese Einstellung per Cookie dauerhaft gespeichert und ihr müsst ab danach nicht mehr zwei Mal klicken, um unsere Beiträge zu empfehlen. Alle, die gern selbst die Kontrolle behalten möchten, klicken in Zukunft einfach zwei Mal, einmal um den Button freizuschalten und anschließend nochmal, um den Blogbeitrag auf Facebook oder Google+ zu empfehlen.

Ich finde diese Lösung, trotz der großen Bedenken aus Marketing-Sicht, für alle gut gelöst – und besser als ganz auf die Funktionen zu verzichten auf jeden Fall!
Wie findet ihr eigentlich die Lösung über zwei Klicks? Total unpraktisch oder doch besser so, da unbedenklicher?


18 Kommentare

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Susan Seel sagt:

27. September 2011 um 15:48

Generell finde ich diese Lösung klasse.
Schade finde ich, dass sie noch sehr eingeschränkt ist – nur sehr wenig Netzwerke umfasst.

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Taalke Renken sagt:

27. September 2011 um 16:21

Welche Netzwerke würdest du denn noch für wichtig erachten? Im Plugin enthalten sind neben Facebook und Google+ auch noch Twitter, sonst allerdings nichts.

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Susan Seel sagt:

27. September 2011 um 17:10

z.B. linkedin, xing, blogger. Oder auch 2tag. Ich finde halt die addthis-Lösung schick und praktisch..

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Iwan Uswak sagt:

27. September 2011 um 16:47

tolle Lösung und sehr intuitive Handhabe

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Philipp sagt:

27. September 2011 um 17:46

Der Flattr-Button rechts ist nichts anderes als der von FB oder Google, den müsstet ihr dann auch ändern. 😉

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Taalke Renken sagt:

27. September 2011 um 17:55

Mit dem Flattr-Button hast du vollkommen recht – nur leider reicht meine persönliche Kenntnis nicht dazu aus, das zu realisieren… Wenn du Tipps hast oder selber helfen kannst, sind wir für jeden Input offen 🙂

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Philipp sagt:

28. September 2011 um 03:00

Im Prinzip musst du die gleiche Javascript-Funktion auf den Button legen unten die leiste. Wenn du nur das Plugin installierst hast ist das halt nicht so einfach, ein paar Programmierkenntnisse sind da ja gut.

zum Thema Gravatar – m.E. nach ist das ungewollte übertragen von E-Mailadressen weitaus schlimmer als die Übertragung einer IP. Natürlich weniger oft der Fall das es nicht beim Seitenaufruf gemacht werden, aber E-Mailadresse ist E-Mailadresse. Sobald aber nur ein einziger Nutzer mit Gravatar kommentiert hat werden dann übrigens bei jedem (!) Seitenaufruf die gleichen Daten übertragen wie bei den Plugins da zum Laden des Bilds eine Anfrage gesendet wird und damit die IP zum Anbieter wandert…

Wie man an dem Beispiel sieht läuft die Diskussion um diese ganzen Tools und Techniken in die falsche Richtung. Wer eine Webseite erstellen will die komplett konform ist kann kaum eine moderne Technik nutzen und seinen Nutzern auch nicht unbedingt aktuellen komfort bieten. Besonders nicht wenn ein Blog betrieben wird… Wenn man ein ungutes Gefühl bei den Plugins hat ist es aber gut wenn man proaktiv voran geht und solche integrationen vorantreibt 😉

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Philipp sagt:

27. September 2011 um 17:51

Und das Gravatar-Plugin auch, da hier E-Mailadresse in die USA übertragen werden ohne Genehmigung des Nutzers. Das ist Datenschutztechnisch um ganze Welten kritischer als Like Button & Co. – ansonsten ist die Plugin-Lösung für das Sharing aber schon ganz gut für jeden der hier etwas vorsichtig sein will und mit den Nachteilen leben kann.

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Taalke Renken sagt:

27. September 2011 um 17:58

Das Gravatarplugin legt aber erst los mit der Datenübermittlung, wenn der Nutzer seine Emailadresse eintippt und einen Kommentar abschickt. Natürlich wäre es mit expliziter Einwilligung noch besser, vielleicht überlegen wir uns da noch was.
Aber FB, G+ und Co sind da schon schlimmer, da bereits beim bloßen Aufruf der Seite, also ganz ohne das Kommentieren, schon Daten übertragen werden – ohne irgendwelche weitere Interaktion des Nutzers.

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Jörn Hendrik sagt:

28. September 2011 um 10:57

Nun was soll ich sagen, diese ganze Datenschutzdebatte ist schwierig, beide Parteien haben halt ihre Bereiche wo sie unumwunden recht haben.

Aus Communtity Building Sicht ist ein solcher Button einfach kacke, das „F“ erkennt man einfach nicht richtig als Facebook „F“, Google Plus ja aber dat nutzt ja im Gegensatz zum Gesichtsbuch kaum jemand und die Frage ist wie hoch ist die Hürde der Likebutton Klicker?

Sehe ich die Gesichter der üblichen Verdächtigen unter dem Likebutton oder lese gar einen Namen meiner Freunde, Zack like ich schneller. Allerdings finde ich auch das man lieber einen Kommentar schreiben sollte als einfach nur Herumzuklicken wenn einem was gefällt. Denn dazu gibt es einen schönen Satz:“Liking is non-comittal“ >> es ist kein großer Beweis der Wertschätzung einen Artikel irgendwo hineinzuliken oder zu plussen. Kommentieren ja!

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Susan Seel sagt:

9. Oktober 2011 um 18:18

Mich würde mal interessieren, warum Heise hier ein so schlecht zu erkennedes Icon gewählt hat.
Gibt es Urheberrechtliche Bedenken einfach den klassischen Button von FB zu verwenden und diesen z.B. abzuschwächen und nach Aktivierung klar darzustellen?
Dann wäre das Ganze ein einfacher Doppelklick und somit kaum noch eine Hürde.

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Taalke Renken sagt:

9. Oktober 2011 um 18:46

Buttons, die nicht von Facebook kommen, dürfen laut Richtlinien nicht die Optik eines Facebook-eigenen Buttons imitieren. Darum musste man sich für etwas anderes entscheiden.

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Susan Seel sagt:

9. Oktober 2011 um 20:51

sehr schade, naja aber das Beispiel von Marco zeigt ja dass es auch ähnlicher geht, oder ist das auch nicht ok?

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Taalke Renken sagt:

9. Oktober 2011 um 23:36

Da können sich wahrscheinlich Juristen drüber streiten, ob das nicht schon zu nahe an Facebook ist oder nicht, da wage ich lieber kein Urteil drüber 😉

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Marco sagt:

28. September 2011 um 10:57

Vielleicht wäre unsere Lösung auch ein Ansatz gewesen.
Wir haben Spreadly.com im März gelauncht und bieten zum Share noch einiges an Mehrwert.

Vielleicht wollen wir mal darüber sprechen.

Grüße und Dank
Marco

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Julian sagt:

15. Oktober 2011 um 14:43

Warum habt ihr eigentlich den Twitter-Button aus dem 2-Click-Plugin rausgenommen? Gibt es bei dem keine/weniger datenschutzrechtliche Bedenken?

Gruß Julian

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Reinhard sagt:

2. November 2015 um 09:12

Hallo,

habt Ihr einen einfachen Quelltext für eine html-Webseite, um selber das Plugin auf diese Seite zu bringen?

Vielen Dank!

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Taalke Renken sagt:

4. November 2015 um 09:02

Hallo Reinhard,
ohne jQuery wird das nicht klappen. Siehe den Quelltext von heise dazu.
Viele Grüße!

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