openTransfer – wie sich soziale Innovationen digital verbreiten

Geschrieben von | · | Berlin | 1 Kommentar zu openTransfer – wie sich soziale Innovationen digital verbreiten

Was haben Projekte wie Urban Gardening, Carrotmobs, Tauschakademien, Stadtwikis, Socia Media Surgeries, oder Kiez-Brauer gemeinsam? Sie alle befriedigen ein aktuelles gesellschaftliches Bedürfnis und sie verbreiten sich viral.

Diese virale Verbreitung ist wertvoller als ein systematisch-methodischer Projekttransfer durch Eliten. Denn nur diese im weitesten Sinne anarchische Verbreitung lässt eine bürgergesellschaftliche Eigendynamik entstehen. Durch das Öffnen ihre Konzepte zur Weiterverwendung und Entwicklung,dem OpenSource-Gedanken folgend, betreiben diese Projektmacher openTransfer.

Diese Methode des Projekttransfers unterstützt das Projekt der Stiftung Bürgermut mit der sogenannten offenen Verbreitung und nennt dieses openTransfer. Das HUB www.opentransfer.de möchte das vorhandene Wissen On- und Offline zusammenführen und durch konsequente Vernetzung der Akteure weiterentwickeln. openTransfer.de versteht sich als HUB für alle Projekte, Organisationen, Wissenschaftler und Unternehmen, die den Grundsatz teilen, dass Wissens- und Projekttransfer in der Zivilgesellschaft eine Gemeinschaftsaufgabe ist. Aus dieser Überzeugung heraus stellen sie ihr Wissen zur freien Verfügung, teilen es und entwickeln es gemeinsam weiter.
Analog zu open Source Projekten glauben die beteiligten Akteure daran, dass gute Ideen nur wachsen können, wenn Wissen weitergegeben und -entwickelt wird.
Logo-Opentransfer_orange
Das openTransfer HUB bildet den Knotenpunkt für alle Online- und Offline-Aktivitäten des Projekts. Hier wird kollaborativ vorhandenes Grundlagenwissen zum Thema Projekttransfer gesammelt, es veröffentlichen Transfer-Praktiker ihre Erfahrungsberichte, die Community kommentiert die Inhalte und entwickelt sie weiter. Begleitend finden in verschiedenen Städten Barcamps statt. Sie verstehen sich als Inkubatoren für die Weiterentwicklung von Transferwissen und sorgen für die essenzielle Face-to-Face-Vernetzung von Projektmachern.
Das Ziel von openTransfer.de ist es, soziale Innovationen und bürgerschaftliche Lösungen aktueller gesellschaftlicher Probleme durch eine geeignete Skalierungsstrategie zu mehr Wirkung zu verhelfen.

Welche Rolle soziale Medien im Verbreitungsprozess spielen, soll bei dem Workshop „openTransfer – wie sich soziale Innovationen digital verbreiten“ auf der Berliner Social Media Week anhand von kreativen Beispielen aus der Praxis gezeigt und mit den Workshop Teilnehmern diskutieren werden. Und wer weiß, vielleicht starten die Teilnehmer nach diesem Workshop gleich mit ihrem eigenen openTransfer Projekt?


Ein Kommentar

Ina sagt:

17. September 2013 um 08:59

Wären für das Projekt vielleicht auch einige der geplanten INWOM-Experimente geeignet? Wir sind immer an neuen Experimentatoren interessiert: Nur Unkraut verbreitet sich ohne Saat und Pflege. Ein knapper Eindruck der Experimente findet sich auf: http://www.fagulon.de/die-inwom-experimente/

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