Gelesen: "Weniger schlecht Programmieren"

Geschrieben von | · · · · · · · · | Digital · Media | 23 Kommentare zu Gelesen: "Weniger schlecht Programmieren"

Weniger schlecht programmierenKathrin Passig und Johannes Jander haben mit „Weniger schlecht Programmieren“ im Dezember ein humorvolles und gleichzeitig sehr nützliches Sachbuch auf den Markt gebracht, das eine Lücke auf dem Fachbuchmarkt ausfüllt: Es richtet sich weder an diejenigen, die zum ersten Mal programmieren wollen, noch an gestandene Programmiererinnen, die ihren Stil verbessern wollen. Sondern an alle dazwischen: diejenigen, die eine gewisse Ahnung von Programmierung im Generellen und selbst schon etwas rumgetüftelt oder ausprobiert haben, sich dabei aber eben wie eine nicht professionelle Programmiererin oder sogar eher wie eine Pfuscherin fühlen und meinen, dass es andere bestimmt viel besser machen würden und es ihnen garantiert viel leichter fallen würde.

Darum geht’s: Programmieren. In allen möglichen Sprachen und Facetten; egal ob objektorientiert oder nicht, ob für’s Web, Mobile oder für Desktop-Anwendungen, mit Datenbanken und APIs oder ohne. Es sind keine Vorkenntnisse in einer bestimmten Sprache nötig, Beispiele werden wo möglich entweder in verschiedenen Sprachen dargestellt oder so kurz und einfach erklärt, dass sie auch ohne Kenntnisse der jeweiligen Sprache verständlich bleiben. Grundlegende Vorkenntnisse in irgendeiner Programmiersprache sollten jedoch vorhanden sein – und by the way: HTML ist eigentlich keine Programmiersprache, auch wenn es aufgrund der Vereinfachung häufig behauptet wird.

Die Autoren raten: Lesen, lernen, und vor allem: üben, üben, üben. Mit Lesen ist vor allem auch fremder Code gemeint, denn aus diesem kann man immer etwas lernen – und sei es auch nur, den eventuell begangenen Fehler nicht selber zu wiederholen. Und: Sich selbst einschätzen lernen. Sofern man weiß, dass man gewisse Dinge nicht so gut wie manch andere kann, kann man sich hervorragend Hilfe besorgen. Wenn man allerdings gar nicht weiß, dass man etwas nicht gut kann, ist es bisweilen sehr schwer, sich der Lösung auch nur anzunähern. Man sollte von grundlegenden Verfahren, nützlichen Tools und den üblichen Herangehensweisen schon mal etwas gehört haben, damit man besser abschätzen kann, ob sich davon etwas für den eigenen Fall eignen könnte.

DMW-Themen: Kompetenz-Steigerung in einem Bereich, der im digitalen Zeitalter zunehmend wichtiger wird. Außerdem nicht ausschließlich im generischen Maskulinum verfasst, was dazu führt, dass ich mich öfter direkt angesprochen fühlte. Unerwarteterweise finde ich das ganz angenehm.

Pageturner oder Sleeptimer? Vor allem in den ersten Kapiteln kann man leicht und schnell folgen. Charmante Missgeschicke und witzige Zitate zwischendurch lockern das an sich eher trockene Thema gut auf. Da aber mit steigender Seitenzahl auch der Anspruch steigt, hat man viel zu verarbeiten, deswegen ist es nicht als Zwischendurch-Lektüre geeignet.

Ein charakteristischer Satz: „Bei diesen Begriffen kommt es darauf an, die Paarkonventionen einzuhalten. Kombinieren Sie nicht beginTransaction mit closeTransaction oder openFile mit destroyFile. Für bessere Programmierer liest sich Ihr Werk sonst wie ein Satz, der ganz anders aufhört, als er vor allem bei Regen.“

Die Verlosung ist beendet

Wir sagen: Herzlichen Glückwunsch, Jessica Rathke! Deinen Gewinn bekommst du per Mail zugestellt.

Jessica Rathke
Danke für eure rege Beteiligung!

Verlosung

Mit freundlicher Genehmigung von Alexander Plaum vom O’Reilly Verlag verlosen wir ein E-Book-Exemplar von „Weniger schlecht Programmieren“! DRM-frei und im EPUB-Format. Alles, was ihr dafür tun müsst, ist unter diesem Beitrag einen Kommentar zu hinterlassen. Erzählt uns doch von euren bisherigen Erfahrungen beim Programmieren, egal ob als Hobby oder im Job. Wie war euer persönlicher Einstieg oder welche Lektionen habt ihr, vielleicht sogar schmerzlich, schon gelernt?

Teilnahmebedingungen für die Verlosung:

  • Du hast bis zum 14. April, 13 Uhr einen Kommentar unter diesem Beitrag hinterlassen.
  • Bonus-Chance für Fördermitglieder: Falls du zum Zeitpunkt der Gewinnauslosung Fördermitglied des Digital Media Women e.V. bist, werden sogar zwei Lose mit deinem Namen in den Lostopf geworfen!
  • Die Gewinnerin bzw. der Gewinner wird nach Einsendeschluss per Losverfahren ermittelt und im Anschluss über ihren/seinen Gewinn informiert.
  • Stimmberechtigte Vollmitglieder des Digital Media Women e.V. sind von der Teilnahme ausgeschlossen.
  • Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Digital Media Women behalten sich vor, den Gewinn zurückzuziehen, falls organisatorische Probleme auftreten.
  • Der Gewinn ist nicht übertragbar.
  • Alle Angaben ohne Gewähr.


23 Kommentare

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Reni sagt:

3. April 2014 um 19:58

Hallo ihr Digital Media Frauen!

Ich bin jetzt zum dritten oder vierten Mal online über dieses Buch gestolpert. Außerdem finde ich den Ansatz nett, denn ich würde gerne weniger schlecht programmieren lernen 🙂

Schöne Grüße von Reni

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Sandra Schink sagt:

3. April 2014 um 22:09

Ich bin Expertin im schlecht Programmieren, hab mit Dreamweaver schlimme Sachen gemacht und nötige permanent meine Nerd-Freunde mir beim coden zu helfen, damit sich das Desaster in Grenzen hält. Ich glaube, ich brauche dieses Buch ^^

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Katja sagt:

4. April 2014 um 09:58

Bei von Männerhand geschriebenen Programmierbüchern habe ich oft Verständnisprobleme – irgendwie sprechen die eine andere Sprache, bei der sich mein Gehirn verweigert… Von diesem Buch erhoffe ich mir, dass ich zumindest 50% verstehe und mich endlich in das Gebiet der Senior-Entwicklerin vorwagen kann.

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Verena sagt:

4. April 2014 um 10:16

Oh, das klingt ja schwer nach mir! Ich programmiere in JavaScript und PHP…oder rede mir das zumindest ein 😀 Vermutlich wurde dieses Buch für mich geschrieben!

Vielleicht hab ich ja Glück 🙂
Liebe Grüße
Verena

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Ute sagt:

4. April 2014 um 12:11

Programmieren ist bei mir wie Fremdsprachen lernen. Ich kann immer so ein bisschen und stürze mich anfangs mit Begeisterung drauf, aber wenn’s ans Eingemachte geht, erlahmt mein Eifer. Vielleicht kann dieses Buch helfen! Würde mich super freuen.

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Martin sagt:

7. April 2014 um 10:18

»Es richtet sich weder an diejenigen […], noch an die […]. Sondern an alle dazwischen.« hehee ich erkenne mich wieder sehr gut wieder und reihe mich gerne in die Schlange für das Buch ein.

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Pascal sagt:

7. April 2014 um 13:06

Hallo,

gestern von dem Buch bei Thalia erfahren und ich muss sagen, einige Dinge finden sich im Buch wieder die ich auch mache, aber gut ich bin noch Einsteiger. Trotzdem fand ich das Buch, welches ich kurz durchgeblättert habe, sehr interessant.
Momentan schreibe ich außerdem noch ein paar Dinge u.A. auch Tipps in meinem IT-Blog.

Gruß Pascal

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Nino sagt:

8. April 2014 um 11:52

Hallo (^_^)/

wollte nur an der Verlosung teil nehmen

hab auf books.google.ch //v.gd/sPhfe9 rein gelesen und fand schon das erste Kapitel lustig

Gruss Nino

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sinie sagt:

8. April 2014 um 21:33

Jup, klingt absolut nach mir. (Und das obwohl ich jetzt eigentlich auf das Buch kam, weil ich diverse (thematisch ganz)andere Sachen, die Kathrin Passig geschrieben hat, sehr mag.)

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Julian W. sagt:

14. April 2014 um 09:19

Vom Rand in den Teller zurückblicken kann auch nicht schaden. 😉

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Markus sagt:

14. April 2014 um 10:33

Genau auf so ein Buch habe ich gewartet. Endlich alle Infos kompakt an einem Platz

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relup sagt:

14. April 2014 um 10:33

Hey, für mich wäre das Buch interessant, weil ich gerne mal Code veröffentlichen würde, aber mich nicht traue, weil ich wegen dem Stil unsicher bin. ^^

LG, relup!

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Hans sagt:

14. April 2014 um 10:37

Heisst das jetzt, daß Frauen prinzipiell schlecht programmieren und dank dieses Buches dann nur weniger schlecht?

Grübelnd
H.

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Taalke Renken sagt:

14. April 2014 um 19:59

Wie du das da rausliest, erschließt sich mir leider beim besten Willen nicht.

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Sebastian sagt:

14. April 2014 um 10:58

Ich beschäftige mich schon seit längerer Zeit mit der Entwicklung von Software und wenn ich mir nach einem längeren Projekt meinen Code anschaue, dann denke ich manchmal: Was hast du denn geschrieben? Daher erhoffe ich mir eventuell ein paar Anregungen, damit mir dieses Szenario nicht wieder passiert.

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Nicole sagt:

14. April 2014 um 11:11

Hört sich gut an und den Satz „Lesen, lernen, und vor allem: üben, üben, üben“ finde ich genau richtig. Man lernt nie aus ist meine Devise!

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Lucas Appelmann sagt:

14. April 2014 um 11:26

Ich bin bei Google+ schon häufiger über gute Beiträge von Kathrin Passig gestolpert und könnte auch das Buch gut gebrauchen, obwohl ich wirklich so schlecht Programmierer, dass es bis „weniger schlecht“ gar nicht so weit ist.

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Patrick sagt:

14. April 2014 um 11:49

„…diejenigen, die eine gewisse Ahnung von Programmierung im Generellen und selbst schon etwas rumgetüftelt oder ausprobiert haben, sich dabei aber eben wie eine nicht professionelle Programmiererin oder sogar eher wie eine Pfuscherin fühlen und meinen, dass es andere bestimmt viel besser machen würden und es ihnen garantiert viel leichter fallen würde.“

Hey, wie habt Ihr meine Gedanken lesen können?! 😉

Hört sich an, als ob es genau das richtige Buch für mich wäre!

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Jessica Rathke sagt:

14. April 2014 um 12:17

Hallo ihr Lieben von #DMW,
danke für die tolle Möglichkeit, vielleicht bald „Weniger schlecht programmieren“ zu können. Denn nach meiner ersten Site für meinen verstorbenen Künstler-Opi sowie zwei, drei betreuten Web-Projekten kann ich mehr know-how gut gebrauchen; auf genau diesem Niveau : )
Bisher hat mir unter anderem der Elmar Blog gut gefallen und natürlich auch geholfen.

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Lukas M sagt:

14. April 2014 um 12:26

Na das könnte ich gut gebrauchen, so viel Schussel den ich manchmal im Code einbaue 😀 Ich mache mal schnell mir bevor die Zeit abläuft 😉

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Christian Heigele sagt:

14. April 2014 um 12:53

Würde in die Reihe meiner anderen O’Reillys wunderbar reinpassen.

Und eine Auffrischung in sauberen Code kann gar nicht schaden.

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Frank Lepper sagt:

14. April 2014 um 13:25

Spaghetti im Code oder auf dem Teller? Das ist die Frage. 😉

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Michael K. sagt:

13. August 2014 um 23:56

Ein empfehlenswertes für Hobby-Programmierer. Nicht, dass die Inhalte nicht sehr gut geignet sind um langsfristig wartbare Programme zu entwicklen.
Aber es fehlt halt das Kapitel, das erklärt wie man einen Arbeitgeber findet, der das wirklich will. Meine Erfahrung ist, dass man mit schnell dahin gerotzter Software eher Karriere macht als mit guter Software.

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