Heute im Meta-Modus: re:publica Tag 3

Geschrieben von | · · · · · | Anderswo · FEATURED | 5 Kommentare zu Heute im Meta-Modus: re:publica Tag 3

Drei Tage mit der Qualität von etwas hadern und am Ende doch in einem Meer von Euphorie untergehen: Ist das noch romantische Verklärtheit oder schon ein Fall von Gehirnwäsche? Tatsächlich war es am Ende des dritten und letzten re:publica-Tages wieder da, dieses inzwischen gewohnte Gefühl, das Veranstaltungshighlight des Jahres erlebt zu haben.


Und das nicht nur wegen des Déjà-vus – die „Bohemian Rapsody“-Karaokesession von 2010 wurde wiederholt; vielleicht hätte man den nerdigen Lagerfeuermoment allerdings einen Schritt weiterführen können. Tanzende Nerds, sage ich nur…

„Nach der #rp11 ist vor der #rp12“, hieß es entsprechend auf Twitter. Und die Veranstalter versprechen fürs kommende Jahr eine neue Location, auf dass die 2011 massig und zu Recht geäußerte Kritik an der Unzulänglichkeit der Berliner Kalkscheune sich nicht wiederholen sollte. Gelegentlich hat das Meckern über die gefühlten Massen eben jene auch einander näher gebracht: Gerade noch Wildfremde, die über kollektives Stöhnen – beim Schlangestehen – zueinander finden, sind auch ein seltener Anblick.

"Du kommst hier net rein" auf Nerdisch

"Du kommst hier net rein" auf Nerdisch

Und doch konnte so ein im Grunde nur kleiner Ausschnitt wie das Platzproblem einem schon mächtig den Spaß verderben – was man bloß nicht zulassen durfte. Zwischen Anstehen, Einander-vorwärts-schieben und Notlösungen-nehmen-weil-das-Wunschpanel-schon-voll-war war die Konferenz schon ein insgesamt sehr rundes Ding. Für jeden was dabei und wenn es nur das gemeinsame (Konter)Bierchen war. Nur der diesjährige Peter-Kruse-Moment fehlte.

 

Ikonen und die Geburt einer Tradition

Besonders froh stimmen uns natürlich die zahlreichen Lacher bei Kixka Nebraskas Panel /ICONS/, dem quasi ersten Teil des #rp11-Abschlusses am Freitag, bei dem noch mal Extremkuscheln in der Kalkscheune angesagt war. Die ProfilAgentin und Mitbegründerin der Digital Media Women Hamburg bewies einen außerordentlich scharfen Blick und ein gutes Händchen für Recherche bei ihrer obendrein sehr unterhaltsamen Analyse der Profilbilder von Twitterherrschaften wie @kosmar, @PickiHH oder @bosch.


Toller und endcharmanter Vortrag von @kixka zum Thema Profilbilder. #rp11less than a minute ago via Tweetbot for iPhone Favorite Retweet Reply

In geradezu hysterisches Lachen artete das Veranstaltungsfinale aus, als re:publica-Mitbegründer Johnny Haeusler die seltsam sinnige Gleichung Beatles > Gott > Star Wars präsentierte, @kassanja mit der Konfettikanone eins überzog und sich anschließend anschickte, aus dem wunderbaren spontanen Karaokemoment vom Vorjahr eine neue Tradition zu generieren.

Das passiert nicht gerade ernsthaft, oder?“, wurde ich per SMS gefragt. Ja, per SMS. Aber das ist ein Thema für einen anderen Tag. Im Namen der Digital Media Women Hamburg also ein herzliches Dankeschön an die Organisatoren. Auf dass bis zur re:publica 2012 die Schwierigkeiten dieses Jahres ausgemerzt werden und auch im kommenden Jahr dieses Klassentreffen erster Güte wieder zu den Highlights zählen darf.

Update 17. April: Bei Twitter ist man sich quasi einig, dass dieser Vortrag der diesjährige Peter Kruse war und man ihn unbedingt nachholen muss. Selbst leider noch nicht gesehen.


5 Kommentare

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Jörn Hendrik sagt:

16. April 2011 um 20:19

Ihr hattet definitiv Spaß, sehr schön! (:
Die bohemian Rapsody….sehr geil!

Schöner Bericht Caro, Merci!

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bosch sagt:

17. April 2011 um 11:51

Kein Peter-Kruse-Moment? Gunter Dueck verpasst?

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Carolin Neumann sagt:

17. April 2011 um 12:43

Jepp 🙁 Zwar noch nicht nachgeholt, aber Fehler bereits erkannt. Siehe: //twitter.com/CarolinN/status/59566246651367425

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Digital Media Women » Gadgets, Kaffee und drei glückliche Referentinnen sagt:

17. April 2011 um 14:10

[…] mehr zu den besagten Vorträgen empfehle ich die Zusammenfassungen hier im Blog (Tag 1, Tag 2, Tag 3). Dabei haben uns in der vergangenen Woche zum ersten Mal die wunderbaren Digital Media Women Ilona […]

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Warum ich mich vor der re:publica verneige | Carolin Neumann - Journalistin sagt:

19. April 2011 um 15:33

[…] Digital Media Women haben hier, hier und hier über die re:publica […]

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