Wenn Digital Media Women podcasten

Geschrieben von | · · · · · · | Berlin · Digital · FEATURED · Intern | 4 Kommentare zu Wenn Digital Media Women podcasten

Produktive Workshop-Atmosphäre. Foto: Ilona Schäkel

Produktive Workshop-Atmosphäre. Foto: Ilona Schäkel

Stimmengewirr hallt über den Flur. Es ist Samstag und die Büros in der Zentrale des WWF Deutschland sind verwaist. Nur im Konferenzraum auf der zweiten Etage sprechen acht Frauen und ein Mann konzentriert in die Mikrofone ihrer Headsets. Heute geht es im WWF ausnahmsweise nicht um bedrohte Tiger, Pandas oder Elefanten, sondern ums Podcasten. Die Digital Media Women Berlin sind mit ihrem ersten Workshop in den Räumen der Umweltschutzorganisation zu Gast.

Unter den Teilnehmerinnen sind viele Podcast-Fans, einen eigenen Podcast produziert hat noch keine. Von der Berliner Podcasterin und Journalistin Brigitte Hagedorn (audiobeitraege.de) wollen sie wissen, wie sie Hörbeiträge selbst erstellen und in ihrer Arbeit als Bloggerinnen, Social Media Manager, Journalistinnen oder PR-Leute einsetzen können. Welche Reichweite haben Podcasts? Wo veröffentlich man sie am besten? Und wie lässt sich die Stimme schulen?

Loslegen!

Dann heißt es: Nicht lange überlegen, sondern einfach ausprobieren. Nach einer kurzen Einführung in den freien Audio-Editor Audacity beugen wir uns über die Laptops. Wir haben zwei Stunden Zeit, um erste Erfahrungen in der Audioproduktion zu sammeln. Los geht’s mit einer Aufwärmübung: Toneingang aussteuern, Aufnahmebutton klicken, Text einsprechen, Stopp. Wir lernen Tonspuren anzulegen, Audios zu schneiden, Musik einzublenden und auszufaden. Im Prinzip kinderleicht, aber der Teufel steckt, wie immer, im Detail.

Podcast-Workshop der DMW Berlin

Podcasterin Brigitte Hagedorn erklärt die freie Audio-Software Audacity. Foto: Ilona Schäkel

Um ein lästiges Rauschen zu entfernen oder die Klangfülle per Kompressor richtig zu dosieren, braucht es schon ein wenig Fingerspitzengefühl und vor allem ein gutes Gehör. Und wer wie wir noch keinen Blick für die Tonkurven hat, dem fällt die Orientierung in der Aufnahme schwer. Bevor ein Beitrag wirklich rund ist, hat aber auch ein Profi jede aufgenommen Sekunde meist mehrfach gehört.

Learning by Doing

Christine Plaß, Stefan Munko und ich haben uns vorgenommen, eine kleine Episode über die DMW und ihren ersten Workshop zu produzieren. Mit einem Audiorekorder fangen wir O-Töne und Atmo-Geräusche ein. Ein Intro muss her, ein Abspann auch. Natürlich geht im Eifer des Gefechts nicht alles glatt: bei den schönsten Statements steht der Rekorder auf Pause, einige Aufnahmen sind übersteuert und das Schneiden erweist sich als tagesfüllende Beschäftigung. Aber mit Brigittes Hilfe bringen wir trotzdem eine kurze Hörprobe zustande, die wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen.

Und so hört sich das an:

[soundcloud url=“//api.soundcloud.com/tracks/101720751%3Fsecret_token%3Ds-Cdtwq“ params=““ width=“ 100%“ height=“166″ iframe=“true“ /]

 

Fazit: Unsere Podcast-Session war eine rundum gelungene Workshop-Premiere, darin waren sich alle einig. Teilnehmerin Vanessa Remoquillo fasst ihre Eindrücke so zusammen:  „Ich nehme vor allem mit, dass es fantastische freie Tools und Plattformen gibt, die das Podcasten wirklich einfach machen.“ Wenn das keine Einladung zum Ausprobieren ist.

Wir danken dem WWF Deutschland für das Sponsoring von Räumen und Getränken!

Laptop, Mikro, Kopfhörer - und los geht es. Foto: Ilona Schäkel

Laptop, Mikro, Kopfhörer – und los geht’s. Foto: Ilona Schäkel

Die DMW im Radio

Wir hatten bei unserem Workshop Besuch von der freien Hörfunk-Journalistin Vera Block, die für den RBB einen Beitrag über das Podcasten für Einsteiger produzieren wird. Wenn alles gut geht, wird der Vierminüter am 25. Juli um 9:45 Uhr im RBB kulturradio am Morgen gesendet.


4 Kommentare

Avatar

Silke Schippmann sagt:

24. Juli 2013 um 13:24

Oh – wie schade. Das habe ich verpasst! Können wir das bitte gelegentlich wiederholen?

Antworten
Avatar

Carolin Neumann sagt:

24. Juli 2013 um 14:45

Silke, das war in Berlin!

Antworten
Avatar

Nicole sagt:

24. Juli 2013 um 19:19

Schön, dass Ihr gleich ein Beispiel hier posten konntet!

Da es schon erste Interessentinnen gibt, sollten wir wohl versuchen, das in einigen Monaten in Hamburg zu wiederholen.

Antworten
Avatar

Brigitte Hagedorn sagt:

23. August 2013 um 20:18

Der Workshop hat mir auch viel Spaß gemacht! Und ich komme auch gerne mal nach Hamburg – das ist ja quasi ein Katzensprung 😉

Antworten

Hinterlasse einen Kommentar