Erfolgsstory Digitalisierung auf dem Land

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Digitalisierung auf dem Land rückt derzeit durch Berichte über die technische Infrastruktur immer mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit. Uns bei den #DMWSH interessieren aber auch die gesellschaftlichen Aspekte des Themas. Unter der Überschrift „Digitalisierung im ländlichen Raum – wie lautet die Erfolgsstory?“ lud das frisch gegründete schleswig-holsteinische Quartier der Digital Media Women (#DMWSH) deshalb zusammen mit der Heinrich Böll Stiftung Schleswig-Holstein am 31. Mai zu einem abendlichen Workshop ein.

Ziel des Abends war herauszufinden, wie auch Skeptiker von den Vorteilen der Digitalisierung auf dem Land überzeugt werden können – und zwar mithilfe von Storytelling, einer Marketing-Methode, bei der durch den Einsatz von emotional ansprechenden Geschichten Informationen positiv vermittelt werden können.

Von der Horror-Story zur Erfolgsstory Digitalisierung auf dem Land

Zusammengefunden hatte sich eine bunte Runde – von der Bloggerin über die Kommunikationsleiterin eines Wissenschaftszentrums bis hin zur Landwirtin waren verschiedenste Berufsrichtungen vertreten, sogar zwei Gäste aus Berlin waren an Bord. Ebenso vielfältig waren die Ergebnisse der intensiven Diskussionen in den drei Arbeitsgruppen, in deren Zentrum unterschiedliche Werte standen: Status, Sicherheit oder Neugier.

Lebhafte Diskussionsrunden beim Workshop Digitalisierung auf dem Land

Lebhafte Diskussionsrunden und tolle Ergebnisse dank inspirierender Teilnehmer! (Fotos: Nele Süß)

Es galt zu überlegen, mit welchen Geschichten man eine Verhaltensänderung der einzelnen Gruppen erreichen könnte, sprich: Wie man die Horrorstorys durch Geschichten, die die positive Seite der Digitalisierung zeigen, ersetzen und so eine Erfolgsstory für Digitalisierung auf dem Land formulieren kann.

Am Ende des Abends standen drei Kernaussagen fest:

  1. Die Digitalisierung ermöglicht mehr Demokratie in der Welt, da jeder seine Chancen auf Wissensvermittlung, Vernetzung und Sichtbarkeit ergreifen kann.
  2. Essentiell dafür ist jedoch der weitere Ausbau der Infrastruktur (gerade im ländlichen Raum), die Stärkung der Medienkompetenz sowie eine höhere Akzeptanz für digitale Angebote – und damit auch eine stärkere Unterstützung durch den Staat, aber auch die Bereitschaft der Unternehmen, in den ländlichen Raum zu investieren.
  3. Die Digitalisierung ermöglicht auch und gerade den eher konservativ denkenden Menschen und damit den Skeptikern, ihre Art zu leben weiterzuführen, denn: Die Gemeinschaft z.B. auf dem Dorf, zerbricht nicht durch Digitalisierung, sondern kann vielmehr helfen, das Zusammenleben auf dem Dorf zu erhalten.

Die nächste Veranstaltung der #DMWSH, ein Meet-Up, findet ebenfalls im Rahmen der digitalen Woche Kiel statt (Mehr Infos & Anmeldung).

 

Der Abend wurde von Heike Thomsen gemeinsam mit Ulrich Bähr (Heinrich Böll Stiftung SH) organisiert.

 

Vielen Dank an Nele Süß für Pressearbeit und Nachberichterstattung, sowie an Birte Sindt, Nadine Sutmöller und Tanja Köhler für die tatkräftige Unterstützung auf Twitter und vor Ort.

 

Headergrafik: Heike Thomsen


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