Frauen, hört auf, euch selbst zu sabotieren!

Geschrieben von | · · · | Women | 29 Kommentare zu Frauen, hört auf, euch selbst zu sabotieren!

Nur eine Frau käme auf die Idee, einen Berg zu erklimmen und ihn dann Hügelchen zu nennen…
Kürzlich bewarb sich eine Frau bei mir um eine Stelle, die sie über meinen Post in der Community der Digital Media Women gesehen hat. Ihre E-Mail endet – nicht wörtlich, aber sinngemäß – so: „Aber ich habe auch gerade gesehen, dass sich Mann XY auch für den Job interessiert. Der ist natürlich die Traumbesetzung. Da kann ich nicht mithalten.“ Kein Witz.

Expertin? Ich? Ach, da gibt es bestimmt Bessere.

Als ich meinen #DMW-Kolleginnen davon berichtete, hatte ich in Null-komma-nix noch all diese anderen Beispiele gesammelt:

Situation 1: Bei einem Start-up-Wettbewerb steht auf dem Siegertreppchen am Ende genau eine Frau als Teil des Gewinnerteams. Und erzählt, dass sie ja so wenig mit einem Sieg gerechnet habe, dass sie sogar vorab Wetten auf ihre Niederlage abgeschlossen habe. Mit diesem Eindruck von der einzigen Frau in der Challenge gehen die Menschen nach Hause. Toll.

Situation 2: Auf einer Messe wurde eine Presseanfrage von der Marketingdame mit der Ansage „Mein Chef weiß das viel besser als ich“ abgegeben – obwohl sie die eigentliche Expertin für das Thema war.

Situation 3: Bei einem anderen Startup-Wettbewerb hat die Frau mit dem lustigsten, am besten aufgebauten Pitch und der unterhaltsamsten Art gleichzeitig die ganze Zeit ihre eigene Präsentation bemängelt und doch tatsächlich davon gesprochen, dass es nett von den Männern sei, dass sie ihrer Geschäftsidee zugehört haben, da es ja um ein Frauenprodukt geht.

Situation 4: Und von noch einer Veranstaltung berichtete eine Kollegin, bei der alle Moderatoren und Laudatoren Männer waren – und die einzige Frau auf der Bühne wertete ihre eigenen Inhalte mit jedem Satz ab.

Und das waren nur ein paar Beispiele, die einige meiner #DMW-Kolleginnen selbst erlebt haben.

Carolin Neumann (Foto: Dirk Bleicker, entstanden im Rahmen von #DigitalLeben)

Ladies, habt doch einfach mal den Mut, zu sagen, dass ihr euch selbst gut findet. (Foto: Dirk Bleicker, entstanden im Rahmen von #DigitalLeben)

Bitte hört doch endlich auf mit der Tiefstapelei!

Frauen, was läuft da eigentlich schief bei euch? Wer hat euch beigebracht, euer Licht derart unter den Scheffel zu stellen? Euch unterzuordnen, klein zu machen, eure Erfolge klein zu reden. Ist das einfach zu viel Ehrlichkeit? Die berühmte falsche Bescheidenheit? Ich fürchte nicht.

Viel mehr liegt der Sache (nicht nur, aber auch) doch eine ganz tief sitzende Angst zugrunde, zu tough oder selbstsicher zu wirken. Und damit ist es natürlich auch ein ebenso fest verankertes gesellschaftliches Problem: Als Frau bin ich ja bekanntlich bossy statt durchsetzungsfähig, zickig statt meinungsstark, ein Sensibelchen statt empathisch usw.

Zeigt mir den Mann, der sich derart kleinmacht.

Frauen, hört endlich auf mit der Tiefstapelei! Hört endlich auf, euch selbst zu sabotieren! Wenn ihr etwas erreichen oder unbedingt haben wollt, dann packt lieber mal eine Schippe drauf frei nach dem Motto „Fake it till you make it“. Sagt Ja, auch wenn ihr unsicher seid.

Und um Himmels Willen: Wenn ihr etwas gut gemacht habt, sagt es! Lasst es euch sagen! Fordert ein, dass man es euch sagt! Kann doch so schwer nicht sein…

Carolin Neumann

Carolin Neumann ist Mitgründerin und Beirätin der Digital Media Women, freie Journalistin und Medienunternehmerin. Mit Jouvenir setzt sie sich für mehr Unternehmergeist im Journalismus ein und lebt diesen als Geschäftsführerin des Fintech-Branchenverlages finletter.


29 Kommentare

Manuela sagt:

26. September 2017 um 08:54

Doch, es ist schwer. Verdammt schwer.

Der Artikel mag mutmachend gemeint sein, leider bewirkt er insbesondere durch den Schlusssatz „Kann doch so schwer nicht sein …“ das Gegenteil. Der Satz wirkt auf mich ungeduldig bis vorwurfsvoll, drückt Unverständnis dafür aus, dass manche Frauen sich klein machen – und gibt den Frauen, denen es an Selbstsicherheit und Selbstbewusstsein mangelt, gleich noch eines auf den Deckel.
Statt Lösungsstrategien aufzuzeigen, wird den tiefstapelnden Frauen (und natürlich allen anderen Lesern auch) in anschaulicher Art und Weise vor Augen geführt, wie sie sich selbst erniedrigen. Und das ist eine erneute Erniedrigung.

Die Gründe für dieses Verhalten sind vielfältig und oft so tief in den Persönlichkeiten verwurzelt, dass ein „Hört endlich auf damit!“ nicht nur wenig hilfreich ist, sondern dieselbe negative Wirkung auf die Betroffenen haben kann wie die Aussage „Nun reiß dich mal zusammen“ gegenüber einem an Depressionen erkrankten Menschen.

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Carolin Neumann

Carolin Neumann sagt:

26. September 2017 um 16:29

Hallo Manuela,

ja, es ist schwer, da hast du Recht. Ich kenne das von mir selbst durchaus auch. Persönlich begrüße ich es, wenn mir der Spiegel vorgehalten wird bei diesem Thema, weil ich eben auch immer wieder in die Falle tappe.

Klar ist es für viele mit einem „Hör auf damit“ nicht getan, aber irgendwo muss man ja anfangen.

Und hey, ich bin die letzte, die sich gegen Lösungsvorschläge stellt, also lass uns darüber diskutieren, sammeln und gerne einen weiteren Artikel daraus machen. Mein Beitrag ist ein Kommentar, da ist für eine Analyse möglicher Lösungsansätze kein Platz, aber ich schreibe gerne erneut was.

Also?
Liebe Grüße

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almut sagt:

26. September 2017 um 09:42

Die Beispiele sind erschreckend, aber die Eingangsfrage „Frauen, was läuft da eigentlich schief bei euch? Wer hat euch beigebracht, euer Licht derart unter den Scheffel zu stellen?“ schiebt die Verantwortung zu sehr den Frauen in die Schuhe. „Bei uns“ lief nichts schief, das Frauenbild, mit dem Mädchen aufwachsen, hat kaum anderes zu bieten. Wenn eine nicht darüber hinauswächst (und warum fordern wir das von Kindern?), ist dieses Verhalten nur folgerichtig. Und wer das nun widerum überzogen findet: Willkommen in der #rosahellblaufalle 😉

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Carolin Neumann

Carolin Neumann sagt:

26. September 2017 um 16:32

Wir haben tatsächlich vor der Veröffentlichung auch intern über die „Schuldfrage“ diskutiert, sind aber zu dem Schluss gekommen, dass die Tiefenanalyse, warum das jetzt eigentlich so ist, uns an dieser Stelle nur bedingt weiterhilft. Platt gesagt: Wenn Mama oder Papa es mit ihrer stereotypen Erziehung vergeigt haben, was hilft es mir, sie heute dafür zu kritisieren?

Bei der Lektüre meines Beitrags sagen im besten Fall einige Frauen: Ja, Mensch, sie hat ja Recht, ich muss da einfach mal drauf achten. Weil es nämlich auch unterbewusst passiert. Mehr wünsche ich mir fürs Erste gar nicht.

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almut sagt:

26. September 2017 um 22:10

„Platt gesagt: Wenn Mama oder Papa es mit ihrer stereotypen Erziehung vergeigt haben, was hilft es mir, sie heute dafür zu kritisieren?“
– Nee, sorry, aber das ist ja jetzt nur die nächste Schuldzuweisung. Familie ist keine Insel, gegen Gendermarketing, Frauenzeitschriften und die Erwartungshaltung ggüber Mädchen (z.B. in der Schule) ruhig zu sein, sich zurückzunehmen, sich um andere zu kümmern, ist kaum anzukommen. Klar, kann sich jede selbst an die Nase fassen, aber darüberhinaus fehlte mir einfach der Blick aufs System, hätte mir dazu einen kurzen Absatz gewünscht.

Carolin Neumann

Carolin Neumann sagt:

27. September 2017 um 22:54

Einen Absatz zur Familie, einen zum System, einen zu Unterschieden in Ländern, einen zu diesem und jenem. Nee, dann wär’s ’ne Doktorarbeit 😉 Mein Kommentar hat nicht den Anspruch, das Für und Wider aufzudröseln und Ursachenforschung zu betreiben. Ich finde, das kann auch alleine stehen. Das heißt ja nicht, dass all die Dinge, die du ansprichst, nicht existent sind.

Almut Helvogt sagt:

26. September 2017 um 13:21

Beim Röntgenkongress hielt eine Frau einen hervorragenden und unterhaltsamen Vortrag über ein modernes Verfahren und bezeichnete sich darin immer wieder als Mädchen:“Ich bin ja ein MRT-Mädchen“… Das fand ich so schlimm, vor allem angesichts der Anzugträger-Dominanz in der Radiologie.

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Carolin Neumann

Carolin Neumann sagt:

26. September 2017 um 16:34

Das Girls-/Mädchen-Ding nervt mich auch immer wieder. Dann merke ich an meinem eigenen Sprachgebrauch, dass es mir auch manchmal passiert. Vieles sitzt halt so tief, dass frau erst mit der Nase drauf gestoßen werden und dann wirklich sehr bewusst dagegen vorgehen muss. Das gilt für die Tiefstapelei genau wie für dieses sprachliche Problem.

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Annemarie sagt:

27. September 2017 um 07:40

Was mich in den Kommentar stört, ist der Aufruf dazu, sich ein Verhalten anzueignen, dass ich als negativ empfinde.
Es kann nicht die Lösung sein, dass Frauen angebeb, blenden und faken sollen, nur um mitzuhalten.
Sich selbstbewusst einschätzen und das auch nach außen kommunizieren. Auch eigene Erfolge aufrichtig feiern statt den eigenen Verdienst kleinzureden: alles richtig und wichtig. Aber wir brauchen nicht noch mehr Platzhirschgehabe und Dampfplauderei. Wir brauchen eine Kultur, in der Ehrlichkeit anerkannt wird. Und keine, in der die Fähigkeit, die Ellbogen einzusetzen und sich aufzuplustern über Karrieren entscheidet.

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Carolin Neumann

Carolin Neumann sagt:

27. September 2017 um 22:59

Huch, wo liest du denn in meinem Text den Aufruf, Frauen müssten jetzt Blenderinnen werden und die Ellenbogen ausfahren? Ehrlich gesagt zeigt dein Kommentar genau das Problem: Tiefstapelnde Frauen wie in unseren Beispielen schätzen sich eben NICHT selbstbewusst ein und sind dann nur ehrlich, sondern unterschätzen sich gnadenlos selbst. Frauen brauchen gar nicht einen auf dicke Hose machen. Es reicht schon, nicht ständig die eigenen Leistungen klein zu reden.

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Martina Bloch sagt:

28. September 2017 um 13:13

Moin. Gutern und wichtiger Artikel, liebe Carolin.
Hier eine kleine Übung für ein besseres Selbstbild:
Jeden Morgen in den Spielge kucken und zu sich selbst sagen: Ich bin gut in meinem Job.
Es erstaunt mich immer wieder, wie vielen Frauen das sooo schwer fällt.
Doch diese Übung findet quasi im Geheimen statt,niemand sieht es und lästert darüber, die Wirkung ist klasse.
Weil erst wenn ich selbst weiß und bin, kann ich das nach außen kommunizieren.

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Carolin Neumann

Carolin Neumann sagt:

29. September 2017 um 13:39

Auch eine gute Übung, die ich mal gemacht habe vor einigen Jahren: Ein paar Menschen aus meinem beruflichen und privaten Umfeld aufschreiben lassen, was ich gut kann und wie sie mich sehen. Hat sehr geholfen, mich realistischer einzuschätzen und so manches „Ja, aber“ loszuwerden!

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Bettina Brakelmann sagt:

28. September 2017 um 17:15

Ich habe den Artikel eher so verstanden, dass er Mut machen soll, wachrütteln, spiegeln, nicht als Vorwurf oder Schuldzuweisung. Aber vielleicht ist das auch wieder so ein Frauending, dass wir uns schnell schuldig fühlen …
In meinem Umfeld habe ich es schon mehrfach (!) erlebt, dass Männer sich als „PR-Experten“ vorstellen, Frauen sich selbst als „PR-Tanten“ bezeichnen … Insofern danke für den Appell, mir hilft das!

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Carolin Neumann

Carolin Neumann sagt:

29. September 2017 um 13:40

Ja, danke, Bettina, genau das hatte ich mir erhofft! Die Dame in meinem persönlichen Beispiel hat den Artikel übrigens auch gefunden und fühlte sich wachgerüttelt 🙂

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Julia sagt:

28. September 2017 um 17:21

Den genannten Beispielen lassen sich schnell viele hinzufügen. Was den Grund angeht stelle ich eine weitere These auf. Liegt dieses Verhalten vielleicht daran, dass manche Frauen sich zu viel vergleichen und vielleicht nicht unbedingt mit anderen Personen auf ähnlicher fachlicher Ebene sondern mit denen die das Fachgebiet schon länger verfolgen? Da ist man im Vergleich ja immer NUR irgendwas.
Beispiel: Eine Berufseinsteigerin vergleicht sich mit Experten und nicht mit anderen Berufseinsteigern.
Mir hat mal jemand nett aber bestimmt gesagt „Hör auf dich zu vergleichen“. Wenn ich wieder damit anfangen will, hab ich die Situation vor Augen und höre auf. Das ist meist eh Äpfel mit Birnen vergleichen. In den meisten Fällen gibt es immer jemanden der besser ist als man selbst. Na und! Wisse was du kannst und sei stolz drauf, es gibt genug Leute die das nicht können.
Grundlage dieser These bin ich selbst und Freundinnen. Geht es vielleicht anderen auch so?

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Martina Neumeyer sagt:

28. September 2017 um 17:41

Ich verstehe den Auf-Ruf als das, was er gemeint ist. Auf zu Taten, meine Damen! Probiert es einfach, es anders zu machen, als euch die geschlechtsspezifische Sozialisation eingeflüstert hat. Es muss euch nicht immer gelingen, aber probiert es. Es ist nicht so schwer, wie ihr manchmal denkt.

Daran gibt es nichts zu mäkeln. Im Gegenteil, solche Worte müssen wir uns gegenseitig sagen, weil sie Mut machen und stärken.

Mir hat es gut getan, den Aufruf zu lesen. Danke!

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Carolin Neumann

Carolin Neumann sagt:

29. September 2017 um 13:41

Gerne und danke für deine Worte!

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Alexandra sagt:

28. September 2017 um 21:13

Ich gehöre leider auch zu den Frauen, die sich oft selber unter den Scheffel stellt. Mein Vater hatte immer ein Lieblingsmantra mir gegenüber: du bist nichts, du kannst nicht, du wirst nie etwas werden! Ich habe zwar einiges erreicht, auch erfolgreich als Geschäftsführerin gearbeitet und hatte einen Mann an meiner Seite, der mich stets unterstützt hat und gestärkt hat, jetzt nachdem mich dieser Mann nach 30 Jahren betrogen und verlassen hat, zweifle ich wieder an mir und merke, wie das Mantra wieder versucht, durchzukommen. Ich kann nur sagen, es ist sehr schwer an sich zu glauben und sich nicht klein zu machen. Man arbeitet daran.

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Carolin Neumann

Carolin Neumann sagt:

29. September 2017 um 13:41

Oh wow, ja, das ist ein ganz schöner Rückschlag. Ich wünsche dir viel Erfolg beim daran arbeiten und (wieder/ weiter) an dich glauben!

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Farbenfreundin sagt:

29. September 2017 um 12:07

Um ehrlich zu sein bin ich echt überrascht, dass es 2017 immer noch solche Tendenzen gibt. Rufe laut in die Runde: Just do it!

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Carolin Neumann

Carolin Neumann sagt:

29. September 2017 um 14:02

DIe Tiefstapelei ist allgegenwärtig leider.

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Catharina sagt:

29. September 2017 um 15:03

Guter, richtiger und wichtiger Kommentar. Ich empfinde ihn überhaupt nicht als Aufruf für ‚die Ellenbogen ausfahren‘. Ich kann verstehen, dass es vielen Frauen schwerfällt und das, weil ich es selber erlebe und – manchmal- auch in dieses ‚Muster‘ von dem Herunterspielen der eigenen Leistung verfalle. Da ich an mir ‚gearbeitet‘ habe -schon das hört sich eigentlich komisch an – werde ich oft- nicht nur von Männern- als ‚tough‘ bezeichnet, unnahbar oder teilweise arrogant. Es ging sogar soweit, dass Kollegen von mir Kommentare -von Frauen!!!- bekommen haben und die lauteten so: „Die passt doch gar nicht zu Euch. Die ist so ‚tough‘ und selbtbewußt.“ Ich kann an dieser Stelle nur folgendes raten:

– The minute you stop caring what others think is the minute you start being yourself. Das Leben ist einfach zu kurz und es sind genügend Menschen da draußen, die dein selbstbewusstes ICH schätzen und damit auch deine Arbeit.
– Wir – Frauen- sollten uns gegenseitig unterstützen und nicht als Konkurrenz wahrnehmen. Dazu gehört auch so oft es geht ein hörbares ‚Lob‘ auszusprechen sowie die Leistungen anderer mit der Welt zu teilen. Die Männerwelt -sorry- ist da viel besser drin.
– Ich finde es schwierig, dass wir immer wieder mit der Rolle der Frau in der Gesellschaft kommen und wie wir erzogen sind und was uns unsere Eltern mitgegeben haben oder eben auch nicht. Ich will gar nicht bestreiten, dass das immer Auswirkungen auf das ganze Leben hat – hat es bei mir auch- doch irgendwann ist man seinen Kinderschuhen entwachsen und selbstbestimmt. Es ist nicht leicht, ja, doch mit jeder Entscheidungen die ich dahingehen bewußt treffe, ebne ich mir den Weg zu einem glücklicheren Selbst. Und darum sollte es doch gehen, oder? Mir ist dann wirklich egal, ob das alle verstehen und gutheißen oder eben auch nicht. Habt Mut! Unsere Zeit ist kurz.

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Carolin Neumann

Carolin Neumann sagt:

1. Oktober 2017 um 22:36

Ich bin bei dir mit einer Ausnahme: Auch unter Frauen sollte Konkurrenz erlaubt sein. Nur weil Frau im Allgemeinen es schwerer hat in der Arbeitswelt, können wir nicht alle immer solidarisch zusammenstehen. Und das sage ich als Gründerin der Digital Media Women und damit ja nun einer, die voll hinter dem gegenseitigen Support steht. Aber halt mit Einschränkungen.

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Eva-Catrin Reinhardt sagt:

29. September 2017 um 15:47

fake it till you make it ist echt gut. Erstmal muss man die Idee von seiner Realität haben, dann sich so verhalten als ob das alles schon ist und dann wird alles so. Neider einfach nicht beachten und den Fokus behalten. Ich bin in einem Männermarkt als fast einzige Frau und tja, was soll ich sagen… es war nicht leicht, aber es wurde wahr….

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Carolin Neumann

Carolin Neumann sagt:

1. Oktober 2017 um 22:38

Ich kann durchaus verstehen, dass „Fake it till you make it“ (auch mein Leitspruch über viele Jahre) mancher Frau aufstößt. Das kann tatsächlich durchaus als Blendertum missverstanden werden. Aber du beschreibst es ganz schön, danke dafür!

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Jürgen Römer sagt:

30. September 2017 um 11:57

Ja, das kenne ich als Mann zur Genüge, und es ärgert mich, wenn (vor allem jüngere) Frauen sich selbst so runtermachen. Ich sage es Ihnen regelmäßig, dass sie damit bitte aufhören sollen, zumal es – ungewollt wohl bei den meisten – auch ein wenig an Koketterie erinnert, fishing for compliments usw. Aber: ob die Lösung die ist, dass Frauen versuchen, blödes männliches Imponiergehabe nachzuahmen, da habe ich doch so meine Zweifel. Mehr Mut von Frauen – sehr gerne. Weniger Großmäuligkeit bei Männern – mindestens ebenso gerne!

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Carolin Neumann

Carolin Neumann sagt:

1. Oktober 2017 um 22:40

Noch mal: Ich bin überhaupt nicht dafür, dass Frauen sich jetzt irgendwelche männlichen Eigenschaften aneignen. An welcher Stelle liest du das? Im Ernst: Vielleicht habe ich mich irgendwo nicht klar ausgedrückt, denn du bist nicht der erste, der das nach der Lektüre des Textes denkt – und es nicht das, was ich ausdrücken will.

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vuk sagt:

30. September 2017 um 21:55

Ja, ich finde es auch unheimlich schwer. Mir fallen viele berufliche Dinge nämlich wirklich leicht. Dann merke ich, wie ich mich immer wieder selbst ausbremse, weil ich Angst habe, jemandem als „zu klug“ rüberzukommen. Und zwar nicht nur Männern gegenüber, sondern vor allem Frauen! Denn diese verhalten sich oft unsolidarisch. Leider sehen Frauen sich selbst oft negativ, und dann sehen sie die negativen Eigenschaften auch an allen anderen Frauen. Es braucht Mut, die Verantwortung für sich zu übernehmen und zu sagen, „ja, ich bin gut“ – wenn man einfach gut ist! Nicht übertreiben, sondern einfach zu sich stehen. In Bezug auf den Artikel; man könnte jetzt viele Schuldige an der Misere suchen oder den Artikel zu negativ finden. Aber ich plädiere dafür, es als notwendigen A…tritt zu sehen: Wir leben im Hier und Jetzt. Schuldige suchen bringt niemanden weiter. Selbst muss man es in die Hand nehmen – denn eine andere wird es nicht für uns tun!!

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Carolin Neumann

Carolin Neumann sagt:

1. Oktober 2017 um 22:42

Ja, Arschtritt! Dinge selbst in die Hand nehmen! Total! Aber: Eine andere kann auch helfen bei der Sichtbarkeit und realistischeren Selbsteinschätzung. Kennst du die Facebook-Gruppe der Digital Media Women? Die würde ich als das genaue Gegenteil deines letztes Satzes beschreiben. >> https://www.facebook.com/groups/digitalmediawomen

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