#DMWSH Meet-up: „Dagoberta macht Kasse – oder auch: Geld steht jeder Frau“

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Nach dem #DMWSH Meet-up beim Waterkant Festival in Kiel am 15. Juni 2018, folgte bereits am 26. Juni die nächste Veranstaltung des Quartiers in Schleswig-Holstein. Mehr als 30 Gäste waren dazu in die IHK Kiel gekommen, deren tolle Räumlichkeiten wir für den Abend nutzten. Als Referentin für das Meet-up konnte die unabhängige Finanzberaterin und Coachin Ute Regina Voß von Frau & Vermögen gewonnen werden, die uns mitnahm auf die Reise in die Finanzwelt. Und zwar auf deutsch – und nicht auf börsianisch. Und dazu mit ganz viel Fröhlichkeit und vielen praktischen Tipps.

 

Frauen verfügen über weniger Geld als Männer

Zu Beginn erläuterte Ute, warum Frauen häufig über weniger Geld verfügen als Männer. Das liege einmal daran, dass Frauen in gleichen beruflichen Positionen und mit gleicher Qualifikation immer noch weniger Gehalt verdienen als ihre männlichen Kollegen. Aber ein weiterer Grund ist auch, dass Frauen weniger über das Thema Geld sprechen – und dies nicht nur im beruflichen Kontext, wenn es z. B. um Gehaltsverhandlungen geht, sondern auch in Beziehungen gehen Frauen diesem Thema häufiger aus dem Weg, „weil sie zu lieb sind“ und Konflikte hierzu vermeiden wollen.

 

„Finanzielles“ Selbstbewusstsein entwickeln

Aus diesen Rahmenbedingungen geht es für Frauen als erstes darum, sich ein „finanzielles“ Selbstbewusstsein aufzubauen. In diesem Zuge erinnerte Ute uns daran, dass jeder selbst sein größtes Basisvermögen ist, auf dem aufgebaut werden sollte. Um finanziellen Erfolg zu haben sind also nicht nur die richtigen Aktien und Fonds entscheidend, sondern es geht vor allem auch um eine Investition in sich selbst – Stichworte sind hierzu Weiterbildung und Gesundheit. Ein Instrument, das unterstützt die richtige mentale Einstellung zu entwickeln, kann dabei das Führen eines Erfolgs-Tagesbuchs sein. Darin kann festgehalten werden, welche Stärken jeder an sich selbst besonders schätzt und welche Erfolge im beruflichen Alltag für sich verbucht werden können.

 

„Geld gehört in Frauenhand!“

Darüber hinaus, so Ute, kann es helfen sich selbst einen Glaubenssatz zu formulieren, der dabei unterstützt, am eigenen finanziellen Vorhaben im wahrsten Sinne des Wortes zu glauben und daran festzuhalten. Ein Glaubenssatz, der von einer Teilnehmerin formuliert wurde und großen Anklang in der Runde fand war: „Geld gehört in Frauenhand!“

 

Überblick verschaffen & Ziele formulieren

Neben der Sensibilisierung für Investitionen in das eigene Basisvermögen, ging es natürlich auch um eine strategische Finanzplanung. Dabei gilt das Motto: „Verschafft euch einen Überblick über eure finanzielle Lage!“ Wichtige Punkte, die hierbei abgeklopft werden sollten, sind u. a.: Wie hoch ist das Einkommen? Welche monatlichen Ausgaben werden getätigt? Welche Versicherungen sind wichtig und sind bereits abgeschlossen? Welche Kosten fallen hierfür an? Aufgaben, die hierbei unbedingt erledigt werden sollten, sind z. B. alte Finanzordner auszumisten und nur die wichtigen Dokumente übersichtlich (ggf. digital) abzulegen.

 

Sind diese Grundlagen geschaffen, gilt es schließlich Spar-Ziele zu formulieren. Diese können ganz unterschiedlich sein und z. B. der Kauf eines Haus oder einer Wohnung sein oder die Erfüllung eines Traums, wie z. B. einer Weltreise. Um beim Sparen möglichst strategisch vorzugehen,  zeigte Ute uns das sogenannte Terrassenmodell. Das Modell hilft dabei, die eigenen Sparziele in verschiedene „Terrassen“ (laufender Zahlungsverkehr, Reserve sowie mittel- und langfristige Anlagen) aufzuteilen und bei der privaten Vermögensplanung den Überblick zu behalten. Und dabei geht es nicht ausschließlich um große Sparsummen, sondern man kann auch mit kleinen Beträgen anfangen, Vermögen aufzubauen.

 

 

Fazit des Meet-ups: Toller Abend, toller Austausch und so viele tolle Frauen. Ute begeisterte die Runde, mit ihrem Vortrag und machte Mut, selbst Initiative und Verantwortung für das Thema Finanzen zu ergreifen und sich zu informieren –  und das in kleinen Schritten. Denn, so Ute, „Wer nichts weiß, muss alles glauben.“ Jeder kann was tun und auch mit kleinen Sparsummen anfangen, Vermögensaufbau zu betreiben. Ganz nach dem Motto des Abends: „Geld gehört in Frauenhand“.

 


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