Flieg, du Schuft! Vorführung einer Spielzeug-Drohne

Posted by | · · · · | Digital | 4 Kommentare zu Flieg, du Schuft! Vorführung einer Spielzeug-Drohne

Bis ich mein erstes Smartphone kaufte, waren Gadgets immer etwas, das ich eher bei anderen beobachtet habe, am ehesten noch bei meinem Vater, der vom Lenkdrachen über Carrerabahn und Spielzeugautos bis zum ferngesteuerten Hubschrauber allerlei Spielkram besaß, den ich rückblickend neidisch betrachte. Ich war da eher klassischen Rollenbildern verhaftet und ließ höchstens meine Barbies auf ihrem Balkon wilde Sachen treiben. Nun ja.

Heute wäre ich ein anderes Kind, da bin ich mir sicher. Nicht erst seit ich an diesem Wochenende auf einem Journalistenkongress meine erste „Begegnung“ mit einer Drohne hatte.

Drohnen – ein Thema, das längst nicht mehr nur Teil von Science Fiction ist, sondern seit geraumer Zeit vor allem im Zusammenhang mit sicherheitspolitischen und militärischen Operationen und dann, zu Recht, auch sehr kritisch beobachtet wird. Die Journalisten Marcus Bösch und Lorenz Matzat berichteten nun bei einem Panel auf „Besser Online“ vom möglichen Einsatz der Fluggeräte im Bereich Journalismus. Die beiden betreiben zu diesem spannenden Thema bereits die Website drohnenjournalismus.de, die sich viel mit grundsätzlichen Einsatzmöglichkeiten von Drohnen beschäftigt, aber auch Einblicke gibt, wie die Anwendung für Berichterstatter genau aussehen kann.

Im Bonner Post Tower spekulierten sie zunächst zögerlich über diese, erzählten aber schließlich doch von Szenarien, wie die fliegenden Gadgets für Bildjournalismus zum Beispiel in Krisensituationen eingesetzt werden könnten. Matzat, der sich einen Namen als Datenjournalist gemacht hat, hat bereits beschrieben, wie Drohnen als Datensammler und damit auch in diesem Bereich eingesetzt werden können. (Mehr zum Drohnenjournalismus schreibe ich wahrscheinlich noch in meinem Rückblick auf die Veranstaltung in meinem persönlichen Blog.)

Schließlich folgte eine Live-Präsentation der via Smartphone gesteuerten Drohne:


(Video: Carolin Neumann)

Bei dem Fluggerät, das ihr hier seht, handelt es sich um eine Parrot AR Drone 2.0, die zum Beispiel bei Amazon für 300 Euro zu haben ist. Wir staunten, applaudierten, amüsierten uns – und hätten natürlich alle zu gerne selbst mal die iPhone-Steuerung ausprobiert, die Marcus als recht anspruchsvoll und schwer zu bedienen beschrieb. Schade, dass der Akku dafür – angeblich 😉 – nicht mehr reichte.

Wer eine Drohne besitzt und eine DMW-Test-Veranstaltung mit uns organisieren möchte, möge sich melden!

Carolin Neumann ist freie Journalistin und Innovationsschürferin. Sie hat das Vocer Innovation Medialab aufgebaut, das Stipendien an experimentierfreudige Medienmacher vergibt, holte als Eventkuratorin junge Talente zur Reeperbahn Festival Conference und setzt sich als freie Autorin, Dozentin, Rednerin und Veranstalterin dafür ein, dass Journalistinnen und Journalisten mit kreativen Ideen und Sturkopf eine Zukunft haben. Dass gerade in Hamburg noch mehr journalistische Innovation schlummert, will sie mit den Jouvenir-Meet-ups beweisen.

4 Comments

Meine Eindrücke von der DJV-Tagung “Besser Online” in Bonn : says:

17. September 2012 at 23:00

[…] Neumann hat für die Digital Media Women einen Beitrag über das Panel zum Drohnenjournalismus geschrieben und auch ein Video dazu […]

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Marcus says:

18. September 2012 at 08:57

Thx! Der Akku war WIRKLICH alle. Gerne aber wann anders, woanders noch mal. Und vielleicht hat Matt Waite seine A.R. Drone ja auch mit beim Scoopcamp 😉

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Boden der Tatsachen, Drohnen der Lüfte | Carolin Neumann - Journalistin says:

18. September 2012 at 09:39

[…] zur Drohne habe ich bei den Digital Media Women im Blog aufgeschrieben. Für eine Anwendung im Journalismus, erzählte Marcus übrigens, eigne sich das im Video zu […]

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#GEN13: Paris in Aufbruchstimmung (Global Editors Networks New Summit) | www.Sozialgeschnatter.de says:

28. Juni 2013 at 12:51

[…] das schon im vergangenen Jahr bei der DJV-Fachtagung „Besser Online“ Aufsehen erregte: dem Drohnen-Journalismus. Fazit: Die Möglichkeiten der „Spielzeug-Aufklärer“ (MEEDIA) sind viel versprechend. Es gibt […]

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