Scoopcamp Hamburg: Irgendwie Neuland. Mit Ticketverlosung

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Scoopcamp 2013

Eindrücke vom scoopcamp im Schmidt Theater

Digitaler Wandel, Innovation im Journalismus, alles irgendwie Neuland: Gut, dass es das scoopcamp gibt, das als Innovationskonferenz für Medien über neue Entwicklungen im Journalismus von heute diskutiert und selbst Fortschritt ermöglicht. Am 1. Oktober findet das scoopcamp zum siebten Mal in Hamburg statt, organisiert von nextMedia.Hamburg und der dpa Deutsche Presse Agentur GmbH. Ob Data Journalism, Social Media oder New Storytelling: Aktuelle Themen werden aufgegriffen und gemeinsam mit internationalen Speakerinnen und Speakern und den Besuchern diskutiert. Im Vorfeld zur Veranstaltung haben wir mit der Innovationsmanagerin der dpa, Jenni Schwanenberg, über den Event gesprochen. Gleichzeitig wird sie als Moderatorin durch das scoopcamp-Programm führen.

Jenni, was genau ist das scoopcamp?
Das scoopcamp ist ein Event, der inspirieren soll. Wir wollen Verlagsmanager, feste und freie Redakteure, Innovatoren und Gründer zusammenbringen, um gemeinsam zu sehen, wo Journalismus und Publishing gerade so hingehen in diesem Internet.

Was ist das Besondere an dem Format und wie entstand die Idee dazu?
Das besondere ist, dass wir Menschen, die sich sonst in verschiedenen Welten bewegen, zusammenbringen. Anders als bei den großen Konferenzen entsteht eine offene Atmosphäre, die zum Austausch einlädt.

Scoopcamp 2015

Grafik: Scoopcamp

Unter welchem Motto steht das scoopcamp in diesem Jahr und was sind aus deiner Sicht die prägenden Themen?
Das scoopcamp steht immer unter dem Motto „Storytelling und Digitalisierung“. Wir versuchen dabei bewusst, Schwerpunkte zu vermeiden, sondern vielmehr Einblick in die Vielzahl der Entwicklungen zu geben. Wir wollen dazu inspirieren, Neues auszuprobieren.

Was ist dein persönliches Highlight dieses Jahr?
Mein Highlight ist, dass wir das Programm erst kurz vor der Veranstaltung komplettieren werden. An den meisten Veranstaltungen hat mich immer gestört, dass die Programme schon Monate vorher stehen und darum nicht auf Brandaktuelles eingehen können. Ich bin froh, dass meine Mitorganisatoren sich darauf eingelassen haben, noch nicht alle Workshops zu besetzen.

Warum braucht der Journalismus von heute Formate wie das scoopcamp?
Solche Formate werden dringend gebraucht. Jeder von uns bewegt sich in seiner eigenen Filterblase. Es ist wichtig, dass wir gelegentlich Menschen treffen, die uns über den Tellerrand blicken lassen. Darum laden wir auch immer Speaker aus dem Ausland ein. Es geht dabei nicht darum, sie zu kopieren, sondern sich beeindrucken zu lassen.

EINE BRANCHE IM WANDEL

Was würdest du sagen, hat das scoopcamp im Laufe der Zeit in der Branche verändert oder erreicht?
Was eine Veranstaltungen konkret erreicht, ist immer schwer zu sagen. Ich weiß aus vielen Gesprächen, dass das scoopcamp zu Kooperationen geführt hat. Und wir bekommen immer gutes Feedback, dass die Besucher am Ende des Tages etwas gelernt haben oder eine neue Idee mit nach Hause nehmen. Scheinbar tragen wir zur Vernetzung und Inspiration genauso bei wie wir es uns vorgestellt haben.

Für wen ist das scoopcamp der richtige Ort?
Ich glaube, es ist ein guter Ort für jeden, der etwas mit Medien macht, der Medienmacher kennenlernen und etwas in der Branche verändern will.

Ist das scoopcamp nur etwas für Journalisten?
Überhaupt nicht. Wir sprechen ja auch über das Geschäft mit den Medien und über die Zukunft. Die können Journalisten nicht alleine gestalten. Wie in jeder Entwicklung müssen gemischte Teams an einem Strang ziehen, um Geschäftsmodelle erfolgreich zu machen. Darum freue ich mich auch immer darüber, dass auch Entwickler, Designer und Business Developer das scoopcamp besuchen.

Das scoopcamp hat einen gewissen Barcamp-Charakter. Was schätzt du an dem Format, und warum habt ihr euch dazu entschieden, dass dieses Jahr jeder Teilnehmer auch selbst Themen einbringen kann?
So richtig Barcamp war die Veranstaltung ja nie. Ein kleines Team hat die Veranstaltung zusammen mit den Partnern kuratiert. Wir haben das in diesem Jahr stärker geöffnet und so auch wieder ganz neue Ideen gewonnen, in welche Richtung es gehen kann. Das größte Problem in den Medien ist ja unser Aquarium. Wir sehen zwar schon diese schöne neue Welt da draußen, stoßen aber immer wieder an die Wand unserer Möglichkeiten. Als scoopcamp wollten wir endlich mal raus aus unserem eigenen Aquarium. Ich hoffe wirklich, dass wir das schaffen werden.

Früher hat man euch vorgeworfen, dass ihr zu wenig Speakerinnen auf die Bühne bringt. Das hat sich in diesem Jahr geändert. Wie kam’s dazu?
Wir suchen nicht gezielt nach guten Männern oder guten Frauen für unser Programm. Wir suchen nach spannenden Leuten. Ich persönlich habe überhaupt kein Interesse, hier nach einer Quote vorzugehen. Es ist ja generell schon schwierig, Panels mit wirklich neuen Gesichtern zu besetzen. Man muss immer einen schmalen Grat zwischen gutem Marketing für eine Veranstaltung – bekannte Namen ziehen nun mal Publikum – und spannenden, neuen Inhalten gehen.

Ich finde es interessant zu sehen, dass ich als SpeakerIN derzeit massiv im Vorteil gegenüber meinen männlichen Kollegen bin. Ich werde oftmals als Erste angefragt oder ich kann mich spät in Veranstaltungen einbringen, weil man mehr Frauen im Programm haben will. Da bekomme sogar ich mal Zweifel, was die Qualität meiner Themen und Vorträge angeht – und jeder, der mich kennt, kennt auch mein riesiges Ego.

Vielen Dank für das Interview, liebe Jenni.

Fakten

Was: Das scoopcamp ist die Innovationskonferenz für Medien. Seit 2009 lädt Hamburg@work – und seit 2014 nextMedia.Hamburg – jährlich zusammen mit der dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH mehr als 250 Experten, Entscheider und Innovatoren der IT-und Medienbranche zur Diskussion über Trends und aktuelle Themen an der Schnittstelle zwischen Redaktion, Programmierung und Produktentwicklung. Im Fokus stehen Themen wie „Data Journalism“, „Social Media“ und „New Storytelling“ in digitalen Medien.
Wann: 1. Oktober 2015, 9.00 bis 18.00 Uhr und anschließend Get-Together
Wo: Kehrwieder Theater, Kehrwieder 6, 20457 Hamburg

Livestream: 

TICKETVERLOSUNG

Du hast noch kein Ticket und möchtest beim scoopcamp dabei sein? Als offizieller Medienpartner verlosen wir ein Ticket, das du gewinnen kannst. Um an der Verlosung teilzunehmen, hinterlasse bitte bis Sonntag, den 13.09.2015, einen Kommentar unter diesem Artikel, warum du am scoopcamp teilnehmen willst – inklusive Namen und gültiger E-Mail-Adresse.

Die Gewinnerin/der Gewinner wird am Montag, den 14.09.2015, per Losverfahren ermittelt und im Anschluss über ihren/seinen Gewinn informiert. Falls es sich im Verlosungszeitraum ergibt, dass du doch nicht kannst, dann gib uns bitte direkt Bescheid, damit jemand anderes von deinem Ticket profitieren kann. Eventuell anfallende Reise- und Übernachtungskosten (o. ä.) trägt die Gewinnerin/der Gewinner. Viel Glück!

Wir freuen uns zudem, wenn der Gewinner/die Gewinnerin während der Veranstaltung fleißig twittert und/oder hinterher über seine/ihre Erlebnisse berichtet. 🙂

#DMW Fördermitglied werden

Dir gefällt die Arbeit der Digital Media Women und du bist froh, dass wir dich regelmäßig auf spannende Veranstaltungen aufmerksam machen und Tickets verlosen? Dann freuen wir uns, wenn du im Gegenzug Fördermitglied unseres Vereins wirst. Auf geht’s, danke!

And the winner is…

Herzlichen Glückwunsch an Katja Grundmann!

Vielen Dank an alle Teilnehmer dieser Verlosung. Wenn ihr heute nicht gewonnen habt, aber gerne bei einem unserer nächsten Events dabei sein wollt, abonniert unsere Newsletter oder schaut einfach regelmäßig im Blog vorbei. Wir freuen uns darauf, von euch zu hören.

Ich bin Kommunikationsberaterin und helfe Einzelselbstständigen und kleinen KMUs kommunikativ auf die Füße. Ich konzipiere Websites (Aufbau und Text), schreibe Flyer und Broschüren, entwickele Blogkonzepte und Storytelling für Social Media. Außerdem portraitiere ich Menschen in ihrem Beruf – 40 Stunden, Beruf oder Berufung? www.40stunden.de


13 Kommentare

Alex Monaco sagt:

20. August 2015 um 13:42

Ich würde sehr gern am scoopcamp teilnehmen, da ich ab nächstem Monat ein Praktikum bei der dpa im Marketing beginne und dort auch in den Aufgabenbereich vom Social Media Marketing eingeführt werde.
Außerdem interessiert es mich persönlich sehr, wie die Zukunft von Journalismus aussehen kann und welchen Nutzen nicht nur Journalisten, sondern jeder Mensch aus der digital-gesellschaftlichen Entwicklung ziehen kann.

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Rike sagt:

20. August 2015 um 14:46

Das Scoopcamp ist eine tolle Veranstaltung und ich würde wahnsinnig gerne ein Ticket gewinnen!

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Sandra sagt:

22. August 2015 um 09:56

Ich möchte mich auf den neuesten Stand bringen, was im Journalismus und im Medienmarkt passiert – daher wäre das Scoopcamp ein wunderbares Event, um mein Wissen zu erweitern!

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Claudia sagt:

23. August 2015 um 18:43

Weil mich ganz besonders interessiert, was THOMAS WALLNER zu erzählen hat und ich sehr gerne mit ihm ins Gespräch kommen möchte, da ich insgesamt der Überzeugung bin, dass Innovation an den Schnittstellen der Disziplinen stattfindet. Und nicht zuletzt, weil ich schon seit 8 Jahren nicht mehr in Hamburg war!

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Katja sagt:

25. August 2015 um 09:48

Für mich steht in den nächsten Monaten eine berufliche Veränderung an. Zukünftig möchte ich mit Menschen arbeiten, die dem Medienwandel positiv begegnen, seine Chancen sehen und nutzen. Das Scoopcamp bietet mir die Gelegenheit, neuen Wegen und neuen Kontakten im Journalismus zu begegnen, deshalb möchte ich gern mit den DMW daran teilnehmen.

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Thorsten sagt:

25. August 2015 um 17:15

Im Journalismus (mit allem was dazu gehört oder gehören möchte) liegt derzeitig ganz ganz viel im Argen. Ich würde gerne teilnehmen, um zu sehen, ob und welche Innovationen neue Richtungen und Licht am Ende des Tunnels erkennen lassen.

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Axel sagt:

25. August 2015 um 17:58

Ich würde gerne teilnehmen, weil ich überzeugt bin, viele Verlage haben noch keine Ahnung wie ein tragfähiges Zukunftsmodell aussieht.

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Elke sagt:

26. August 2015 um 08:41

Ich möchte mich über den Stand der Technik im Journalismus informieren. Ich komme aus der Technik – mich interessiert der Journalismus.

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Nina sagt:

26. August 2015 um 09:28

Weil ich Nachwuchsjournalistin bin und (wie Jenni Schwanenberg ja treffen sagt) wir Journalisten die Medienzukunft definitiv nicht allein gestalten können. Von einem Besuch in Scoopcamp erwarte ich mir einen interessanten und fruchtbaren Austausch mit denjenigen, die einen ganz anderen, spannenden Blick auf die Branche haben.

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Bengt sagt:

27. August 2015 um 17:08

Mich interessiert sehr wie es mit dem Journalismus so weitergeht…

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Luise sagt:

1. September 2015 um 17:23

Journalismus 2.0 ich bin gespannt.

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Philipp sagt:

2. September 2015 um 10:25

Ich hoffe als frischgebackener Freelancer natürlich insbesondere wieder tolle Medienmenschen kennenzulernen, wieder einigen wertvollen Input & neue Ideen mitzunehmen und bestenfalls natürlich auch einen der Workshops mit meinen Ideen zu bereichern. Ich bin gespannt 🙂

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Marina sagt:

10. September 2015 um 10:57

Die Grenzen von Journalismus, PR und Werbung verschwimmen zusehends – begünstigt durch digitale Medien und der Möglichkeit, dass jeder sich mit Inhalten an eine breite Öffentlichkeit wenden kann. Als PR-Beraterin bin ich gespannt, wie die Entwicklung weiter geht und der Journalismus seine Zukunft gestaltet. Ich freue mich auf frische Ideen und angeregte Diskussionen!

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