Review DPRG-Zukunftsforum: #DMW Panel & Sessions zu Kommunikation im digitalen Wandel

Geschrieben von | · · · · · · · · | Digital · Köln · Media | 2 Kommentare zu Review DPRG-Zukunftsforum: #DMW Panel & Sessions zu Kommunikation im digitalen Wandel

Alle Thesen zur Zukunft digitaler Medien sind falsch!“ Damit begann der erste Tag des zweitägigen Zukunftsforums der DPRG (#zukufo) bereits mit einer wegweisenden Keynote. Das Thema der Konferenztage, die diesmal als Barcamp durchgeführt wurden: „Treiberin oder Getriebene? Kommunikation im Zeitalter der Digitalisierung“. Auch „die Trends von heute für morgen“ sollten hier eine Rolle spielen…

Der fulminante Keynote-Auftakt war geglückt. Mit seinem Einstieg zur Zukunft der Medien traf Jochen Wegner, Chefredakteur von Zeit Online ins Schwarze: „Inhalte, die ihre Leser finden, müssen nah dran sein. Dazu braucht es vor allem Mut zum Experimentieren. Nicht zu wissen was wirklich kommt, durchwurschteln oder… nennen wir es agiles Arbeiten.“

Wer weiß was kommt? Die Zukunft denken

Insgesamt boten die Sessions und Panels rund um Digitalisierung, Contentmarketing, Bloggerrelations, die Zukunft der Kommunikation, des Community Managements und technische Ausblicke viel Spielraum für einen Blick in die Glaskugel. Aber auch Aus- und Einblicke aus Sicht ganz unterschiedlicher Interessen-Gruppen: PR & Öffentlichkeitsarbeit, Marketing oder Kommunikation & Technik. Dabei waren gerade auch die studentischen Teilnehmer sehr engagiert und mit vielen Fragen dabei.

Panel: Gehört Female Digital Leadership die Zukunft?

Die DMW, Medienpartner des DPRG-Zukunftsforums, hatten ein vorab gesetztes Panel zu „Digitalisierung & Feminisierung“ unter dem Motto: „Gehört Female Digital Leadership die Zukunft?“

In dem halbstündigen Panel diskutierten Cornelia Daheim, Foresight Expert, Future Impacts Consulting, Thomas Zimmerling, Bundesvorstandsmitglied DPRG und Martina Troyer, PR- & Social Media Beraterin und Sichtbarkeits-Coach (Orgateam #dmwK), moderiert von Mona Szyperski, Marketing Manager EMEA bei Pontoon (stellvertretende Quartiersleitung #dmwK) zur Frage nach Chancen und Möglichkeiten für weibliche Führung in Zeiten virtueller Teams und digitaler Kommunikation.

Schnell begann dabei der Austausch mit den Panelbesuchern zu allgemeinen Genderthemen, Sichtbarkeit im Digitalen, Networking und der Besetzung von Führungspositionen in Unternehmen vor und nach Wiedereinstiegen durch Eltern- oder Pflegezeiten. Aufgrund der Kürze der Zeit blieben viele Fragen offen. Wichtig war allein der Anstoß zum Diskurs, der in Zukunft immer fortgeführt werden muss, damit sich auch gesamtgesellschaftlich mehr Flexibilität im Handeln einstellt.

#zukufo als Auftakt zum Diskurs

Das Barcamp-Format war für etliche Teilnehmer am DPRG-Zukunftsforum noch recht neu. Die sich daraus entwickelnden Impulse aber sicher nachhaltig. Wir freuen uns auf weitere Veranstaltungen mit der DPRG zu Zukunfts-Fragen, die nicht nur die Kommunikationsbranche bewegen.

 

Was hat uns als Teilnehmer am besten gefallen?
was nehmen wir mit?

Martina Troyer

Martina Troyer, netzgewandt. (Bild: Teresa Rothwangl)

Martina Troyer (PR- & Social Media Beraterin & Sichtbarkeits-Coach, Orgateam #dmwK): „Am besten gefallen hat mir die einladende Atmosphäre an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen sowie die Offenheit mit der Teilnehmer, Referenten und vor allem die Organisatoren rund um den DPRG-Bundesvorstand an die Themen herangegangen sind. Weiter so!“

Meine 3 Impulse:
#Contentmarketing ist, was wir alle daraus machen: Also macht es richtig und richtig gut!
#Communitymanagement und #SocialMedia: Personalisierte Erlebnisse schaffen und die Richtigen anstatt alle erreichen! Oder einfach: „Gießkanne ist out! Mit den Blumen sprechen hilft mehr.“
#Print: Totgesagte leben lange und noch länger und werden so zum Freizeitgenuss: Tages- werden zu Wochenendzeitungen u. damit zum Freizeitmedium. Das beschreibt einen Wandel, den ich auch für mich schon so empfinde! Print erfindet sich (im besten Fall) spannend neu!

Mona Szyperski, Foto: © privat

Mona Szyperski, Foto: © privat

Mona Szyperski (Marketing Manager, EMEA bei Pontoon Solutions Germany): „Mein Lob geht an die Organisatoren des #zukufo, denn Ablauf, Location und Support vor Ort waren wirklich gut. Besonders gefallen hat mir, dass sich die Teilnehmer offen und neugierig gezeigt haben, viel mitdiskutiert und gefragt haben. Alle vorgeschlagenen Sessions erhielten großen Zuspruch und reges Interesse.“

Meine 3 Impulse:
#VoneinanderLernen: Das sehr heterogene Publikum aus Studierenden und erfahrenen Vertretern der PR beschäftigt sich mit den gleichen Themen – so lernen sie viel voneinander!
#Vertiefung: Das Event war wie so oft zu kurz, um alle spannenden Themen aufzugreifen bzw. Diskussionen gebührend zu vertiefen.
#Vorschlag2017: noch mehr Online-Buzz & Sichtbarkeit aller Beteiligten.

 

 

Nadine Bütow  (Kommunikations- & PR-Spezialistin und eine unserer  Gewinnerinnen der Ticketverlosung):

„Die alte Dame DPRG hat den verstaubten Mantel gegen eine hippe Lederjacke eingetauscht. Die Zusammenarbeit mit der Westfälischen Hochschule tat dem Zukunftsforum sichtlich gut, denn der Nachwuchs in PR und Journalismus brachte willkommenen Wind in die Veranstaltung. Das verhalf dem Forum, aus seiner Komfortzone, der eigenen Kommunikationsblase, hinauszutreten.“

Einige Keynote-Speaker hatten augenzwinkernde Rügen im Gepäck. Dankbar war man für diese offen gewählten Worte von Carsten Knop, Jochen Wegner und anderen. Sie brachten die Teilnehmer zu der wohl wichtigsten Erkenntnis: Ein Twitter-Kanal ist kein Garant für gelebte Kommunikation in digitalen Zeiten. Die Kommunikationskultur des gesamten Unternehmens muss auf den Kopf gestellt werden. Scheitern wird zur Pflicht, Offenheit zum neuen Dogma. Und so wirklich ist das in vielen Unternehmen noch nicht angekommen.
Meine 3 Impulse:
#Digitalisierung ist der verlängerte Arm der Kommunikation. Klug eingesetzt verhilft sie zu Visibilität, Authentizität und Geschwindigkeit.
#Menschen: sind emotionale Wesen. Digitalisierung kann keine echte Nähe schaffen. Da braucht es mehr!
#AustauschAufAugenhöhe: ist und bleibt die wichtigste Form der Kommunikation. Insofern gilt auch in digitalen Zeiten weiterhin: analog vor digital!

Mehr zu #zukufo: Fotos & Tweets für das Kölner Quartier #dmwK

Ein Riesen-Dankeschön fürs Twittern und die vielen Fotos geht an Nicole:
Eine umfangreiche Fotoreportage ist auf ihrer Website Nicole Hundertmark erschienen.
(Beitragsfoto: © N. Hundertmark)

Weitere Nachberichte:

Manuela Seubert’s Rückblick auf’s #zukufo: Der Zukunft kann niemand ausweichen!
PR Report: Wer treibt hier wen?
PRSH (Public Relations Studierende in Hannover): DPRG Zukunftsforum 2016: Ein Thema, zwei Tage, drei Thesen

 

Der Twitter-Review auf Storify: netzgewandt/dprg

Der Twitter-Review auf Storify: netzgewandt/dprg

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Martina Troyer ist freie Online-Redakteurin, PR- & Social Media Beraterin. (netzgewandt! Medienbüro). Als Webstrategie-Expertin & Sichtbarkeits-Coach unterstützt sie Frauen im Selbstmarketing und tritt ein für mehr Frauen auf den Bühnen von Konferenzen und im Management-Board. Seit Gründung des Kölner Quartiers gehört sie zum Orgateam der #dmwK, seit 2017 als Quartiersleitung.

2 Kommentare

Manuela Seubert sagt:

22. Juni 2016 um 12:52

Liebe DMWs,

danke, dass ihr meinen Beitrag erwähnt habt – ich habe eure Rückschau mit euren individuellen Eindrücken in meinem Blogbeitrag unter den „Fundstücken“ eingereiht :-).

Besten Gruß aus Limburg
Eure Manuela

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COP Coaching, Organisation & PR / Birgitt Morrien sagt:

7. September 2016 um 17:26

Als Referentin hat es mich gefreut, den Bericht aus eurer Sicht zu lesen. Für meinen Vortrag mit Coaching-Performance war das Barcamp-Prinzip allerdings eine ziemliche Herausforderung. Zunächst war nur ein Gast im Workshop, und ich für diesen mit dem Vortrag schon fast durch, als plötzlich doch 40 Gäste nachrückten. Grund: Die vorangegangene Keynote hatte 15 Minütchen länger gedauert als geplant. Eine wunderbare Übung für mich, diese Leute in Windeseile theoretisch vorzubereiten auf eine für die meisten vollkommen neue Sinneserfahrung mit PERSONALITY Unplugged. Diese neue, als Marke registrierte Interventionstechnik, integriere ich üblicherweise in längere Seminare bzw. Coachings. Dabei handelt es sich um Vokalimprovisationen und Klanginspirationen, die Blockaden lösen helfen. Eine wirksame Hilfestellung für „Kommunikatoren unter Druck“, de auf dem Weg sind „Den richtigen Weg zu finden in digitalen Zeiten“. Unter Barcamp-Bedingungen werde ich eine solche Veranstaltung wohl nicht nochmal anbieten. Dieses Angebot braucht Konzentration und ungestörte Zeit / ein Privileg in digitalen Zeiten, ich weiß!

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