Am 17. Oktober hat sich auf dem #Meet-Up der DMW Köln eine große Frauenrunde zusammengefunden, um über das Thema InstaStories zu diskutieren. Es ging unter anderem darum, mehr über das 2016 neu eingeführte Feature zu erfahren. Viele Teilnehmerinnen interessierten sich vor allem dafür, wie man Instagram bzw. die Stories für die Selbstvermarktung nutzen kann.
Diskussion auf dem DMWk Meet-Up #Instatories – in Snapseed-Ästhetik. Foto: A. Härtlein
Dabei wurde auch darüber diskutiert, ob Instagram als Plattform wirklich jedem nutzt, denn es dominieren klar bestimmte Marken, Branchen und Themen. Spätestens mit dem Roll-Out von IGTV im Juni 2018 wird Instagram zudem noch einmal deutlich komplexer und tritt in Konkurrenz zum Video-Riesen Youtube / Google. Immer mehr verschwimmen – zumindest in den grundlegenden Nutzungsmöglichkeiten – die Unterschiede zwischen den verschiedenen Anbietern. Sie unterscheiden sich eher durch die jeweils aktiven Zielgruppen, was für Content-Creators die Frage aufwirft, wo man überhaupt aktiv werden sollte.
Best Practice für InstaStories: Die großen Marken machen es vor
Wer in kreativer Hinsicht etwas dazulernen will, tut gut daran, sich spannende Vorbilder anzusehen. Gesagt, getan und somit starteten wir mit einer kleinen Beamer-Präsentation in den Abend. Best-Practice-Beispiele aus der Marken- und Medienwelt wurden unter die Lupe genommen. Der Blick auf vorbildliche InstaStories zeigt schnell: Die verschiedenen Anbieter legen großen Wert auf eine ganz eigene Bildsprache und einen individuellen Umgang mit Farben, Typografie, Texten, animierten Bildelementen oder Videos. Gute InstaStories greifen das Markenbild auf und prägen es.
Mit dem Blick auf das@digiwomende-Konto ging es los, auf dem an diesem Abend vor allem unser Münchner Quartier mit regelmäßigen Stories und Berichten von verschiedenen Events und Kongressen auffiel.
Ein sehr professionelles Beispiel für einen gelungenen Markenaufbau in Kombination mit authentischem Social-Media-Marketing lieferte im Anschluss der Insta-Account des britischen Starkochs Jamie Oliver @jamieoliver. Dieser fällt vor allem durch seine Lebendigkeit und den kreativen Einsatz von Videos, animierten Textpassagen und GIFs auf. Ein Klassiker, der auch aufzeigt, wie Prominente sich heute nahbar machen und ihr gewünschtes Image beim Publikum verankern.
Der Instagram-Account von National Geographics @natgeo zeigt dagegen, wie Storytelling auf sehr ästhetische Weise umgesetzt werden kann. Exklusive und hochwertige Naturfotos dominieren das Bild und werden durch dezent platzierte und informative Textpassagen ergänzt. Auf diese Weise werden Wissenshäppchen als „snackable content“ leicht konsumierbar. Die Stories bekommen durch die unaufgeregte Textanimationen Spannung – gleichzeitig wird der Betrachter nicht mit zu viel Inhalt überfordert, sondern Schritt für Schritt durch die Geschichte geführt.
Foto: A. Härtlein
Die InstaStories des Abends – nach Themen geordnet
Weitere interessante Vorschläge für spannende InstaStories kamen auch aus dem Publikum. Einen Überblick über alle Accounts und etwas mehr haben wir hier, – sortiert nach Themenfeldern – für euch zusammengestellt:
An etlichen Beispielen wurde deutlich, dass auch hinter einer – auf den ersten Blick – „quick-an-dirty“ zusammengebastelten Geschichte oft mehr steckt, als ein spontan verfasster Post. Besonders für große Accounts machen sich professionelle Teams Gedanken darüber, welche Bildästhetik zur Marke passt und welche Abläufe Nutzer am besten binden. Eine gute Story ist natürlich unterhaltsam. Sie bietet dem Betrachter darüber hinaus aber auch einen inhaltlichen Mehrwert.
Wie man solche Ergebnisse auch als „kleines Insta-Licht“ erzielen kann, wurde dann in der nachfolgenden Diskussion erarbeitet. Im Bar-Camp-Stil haben wir Ideen zu gesammelt und verschiedene Tools zusammengetragen, die bei der Story-Produktion unterstützen können.
CANVA (3rd-Party-Fotos und -Grafiken / teils kostenlos)
PREVIEW Plan Your Instagram (Insta-Feed in einer Vorschau sehen, Filter, Analytics, Reposting, Hashtag-Recherche / kostenfrei und Lizenz)
Repost (Bilder von anderen Nutzern teilen – hier gibt es viele verschiedene Anbieter. Wichtig: auf „urheberrechtskonformen“ Umgang mit Materialien Dritter achten! )
DIRICO (Post-Planung – Link führt zum Originalanbieter)
Instazood (Bot – immer mit Vorsicht zu genießen! Follower und Engagement / kostenpflichtig)
VSCO (Bildbearbeitung und Analytics (kostenpflichtig)
Design-Ideen und Vorgehensweisen für die schöne Insta-Welt:
seine eigene Corporate Identity schaffen mit
authentischen Fotos / eigener Ästhetik
Bildern, die Geschichten erzählen
einheitlicher Bildgestaltung (Umgang mit Farben und Bildaufbau) z.B. mit Hilfe einer App wie Snapseed
eigenem grafischen/visuellem Rhythmus
typischen Farben – immer wieder nutzen
unauffälligem aber durchgängigem Branding des Accounts
Ideen sammeln mit
Motivlisten
kreativen Assoziationsketten die das eigene Thema auch in ungewöhnlichen Kontext setzen können
Location-Scouting und
typischen „Settings“/Szenen, die man immer wieder nutzen kann
Testen wie das entworfene Gesamtbild wirkt mit
Bildkompositionen und Testzusammenstellungen, z.B. mit Photoshop oder einer App wie PREVIEW
Wirkungstests auch an Mitmenschen
Storyboards für Geschichten, die Key-Moments definieren und vorgeben was man wie lange und aus welcher Perspektive filmt/fotografiert – und wie man es schneidet
Contentplänen, Themen- und Inhaltslisten
festen Publikationsfrequenzen (ein Plan an den man sich halten kann ist immer gut für die Motivation)
Kommunikation gestalten
Wie kommuniziert man mit anderen? (Stil, Umgangston, Häufigkeit)
Stroytelling für Instagram:
Das Wichtigste: Zielgruppenrecherche – für eine gute Story muss man wissen mit wem man kommuniziert und was diese Personen interessiert.
In einer Story kann man seinen USP / sein Alleinstellungsmerkmal herausarbeiten.
Nahbarkeit: In einer guten Story schwingt immer ein Hauch Persönlichkeit und Authentizität mit – sie gibt einen Einblick in das persönliche Umfeld ohne dass man dabei Privates ausplaudert.
Stilmittel, die in einer Story zum Einsatz kommen können:
Humor & Witz
Exklusive Wissensvermittlung
Entertainment / Edutainment
Nach so viel Input …
… wünschen wir euch viel Erfolg mit euren #InstaStories. Teilt sie gerne unter diesem Beitrag in den Kommentaren.
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